Interfilm Academy News

26.03. Gautinger Filmgespräch: Nouvelle Vague

Frankreich 2025 | 105 min. | Regie: Richard Linklater | mit Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Paolo Luka-Noé u.a.
Donnerstag, 26.03.2026 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Paris, Ende der 1950er-Jahre: Der 28-jährige Jean-Luc Godard hat als Einziger in seinem Freundeskreis noch keinen eigenen Film gemacht. Mit einem verrückten Team, einem amerikanischen Filmstar und wenig Geld gelingt ihm schließlich unter abenteuerlichen Umständen mit AUSSER ATEM ein Meisterwerk, das in die Filmgeschichte eingehen und das Kino für immer veränderte.

Richard Linklater wagt mit NOUVELLE VAGUE nichts Geringeres als eine Reimagination der französischen Filmgeschichte – und macht daraus, ganz unverschämt, einen Film über sich selbst. Ausgehend vom Gedanken, wie die Dreharbeiten zu Jean-Luc Godards AUSSER ATEM wohl ausgesehen hätten, entfaltet er eine spielerische Hommage an die Mitglieder der Nouvelle Vague, ihre Freiheit und ihre Lust am Improvisieren. Beneidenswert lässig, unverschämt mutig und angetrieben vom unbedingten Willen, alles neu und anders zu machen.

Ein Film, der vor Esprit, Dynamik und Humor nur so sprüht und einen dazu bringt, sich wieder kopfüber in das Kino zu verlieben. (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussionsleitung: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich e.V.

Dario Aguirre spricht über „Wir, die Wolfs“

Mein ehemaliger und sehr geschätzter Kommilitone Dario Aguirre sprach am 22. Januar 2026 im Hamburger Studio Kino über seinen neuen Film WIR, DIE WOLFS. Nach FIVE WAYS TO DARIO (2010), CESARS GRILL (2013) und IM LAND MEINER KINDER (2018) führt er damit seine Reflexionen darüber fort, was Identität bedeuten mag.

Leider war es im Saal recht dunkel, so dass das Bild vor allem zu Beginn etwas unscharf ist. Wir bitten, das zu entschuldigen! Dafür ist der Ton sauber 🙂

18.03. Hamburger Filmgespräch: Speak No Evil (Gæsterne, OmU)

Dänemark 2023 | 97 min. | Regie: Christian Tafdrup | mit Morten Burian, Sidsel Siem Koch u.a.
Mittwoch, 18.03.2026 19:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Ein Ehepaar mit einer kleinen Tochter erlebt den blanken Horror, als sie von Bekannten aus dem letzten Urlaub auf ein einsames Anwesen in den Niederlanden eingeladen werden. Als sie Hinweise entdecken, dass ihre Gastgeber Mörder sind, versuchen sie zu fliehen – und kehren trotzdem zurück.

SPEAK NO EVIL ist inspiriert von Clive Barkers Kurzgeschichte Dread sowie zahlreichen pessimistischen Thrillern, die die Frage aufwerfen, warum Täter anderen Menschen solches Leid zufügen. In FUNNY GAMES (1997) heißt es zynisch „Warum nicht?“ und in THE STRANGERS (2008) nur lapidar „Weil ihr zu Hause wart.“ Die Antwort bei SPEAK NO EVIL ist die vielleicht schockierendste.

Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. -> Tickets

Seltsame Träume

Zum 250. Geburtstag von E.T.A. Hoffmann ist bei Splatting Image, dem „Magazin für den unterschlagenen Film“, ein Essay von Stefan Preis und Franz Indra erschienen. Diesmal geht es um Seltsame Träume in BLUE VELVET (1986) und A NIGHTMARE ON ELM STREET (1984). Letztes Jahr hatten sie anlässlich des Todes von David Lynch ein Hamburger Filmgespräch zu BLUE VELVET veranstaltet.

Stefan Preis hat außerdem einen Artikel über Nikolai Gogols Hexengeschichte Der Wij für den Lovecrafter Online geschrieben sowie Kritiken zu Todesträume (1989) beim Fluxkompensator und bei Warp Core zu The Midnight Meat Train (2008), der in ersterer erwähnt wird. Am 13. März schließlich präsentiert er X-Tro im Rahmen der Reihe Bizarre Cinema im Hamburger Kommunalen Kino Metropolis.

20.02. Hamburger Filmgespräch präsentiert: Die Fliege (The Fly, OF)

USA 1986 | 96 min. | Regie: David Cronenberg | mit Jeff Goldblum, Geena Davis, John Getz u.a.
Freitag, 20.02.2026 21:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Willkommen zu einem der schrecklichsten Meisterwerke der Filmgeschichte! Wer diesen Film sieht, wird ihn nie wieder vergessen. Realistisch gezeichnete Charaktere ereilt ein unmenschliches Schicksal. Der tragische Held fängt an, sich zu verändern, seine Reise in den Wahnsinn wird durch Effekte flankiert, die auch nach vierzig Jahren nichts von ihrer Wirkung verloren haben.

Mel Brooks (ja, der Mel Brooks) holte David Cronenberg aus Kanada nach Hollywood, um beim Remake der Verfilmung einer Kurzgeschichte aus den Fünfziger Jahren die Regie zu übernehmen. Cronenberg schrieb alle Dialoge um und machte aus einem biederen Ehepaar eine verhängnisvolle Dreieckskonstellation. John Getz, Geena Davis und natürlich vor allem Jeff Goldblum stürzten sich furchtlos in ihre Rollen, Howard Shaw komponierte die Musik.

Be afraid. Be very afraid.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Retro-Horror.

Einführung: Stefan Preis und Franz Indra -> Tickets

Nach der Vorführung gibt es keine Diskussion. Stattdessen laden wir dazu ein, unsere Podcast-Folge zu Die Fliege anzuhören – aber bitte erst nach dem Kino-Erlebnis.